So wird das Leben für Allergiker erträglicher

Juckende Augen, Dauerniesen, Fließnase – vor allem im Frühling und Herbst müssen Allergiker viel erdulden. Auch in den eigenen vier Wänden gibt es oft keine Entlastung, denn die hartnäckigen Spuren halten sich an Schuhen und Kleidungsstücken. Wie Allergiker trotzdem gut durch den Alltag kommen und sich zu Hause wohlfühlen können, verraten die folgenden Tipps.

Vor dem Lüften den Pollen-Check machen

Frischluft ist in jeder Wohnung ein Muss. Experten empfehlen, einmal täglich etwa 10 Minuten Stoßlüften durchzuführen, um Schimmel keinen Nährboden zu bieten und den Sauerstoffgehalt hochzuhalten. Doch was machen Allergiker beim Pollenflug? Sie sollten darauf achten, die Fenster nur dann zu öffnen, wenn die Pollenkonzentration besonders niedrig ist. Im ländlichen Raum eignen sich dafür vor allem die Abendstunden, denn am Morgen sind besonders viele Pollen in der Luft. Anders sieht es in der Stadt aus. Hier sollten Allergiker morgens lüften, denn die Pollenkonzentration ist am Abend auf dem Höchststand.

Möbelstücke öfter abwischen

Dringen die Pollen ins Innere der eigenen vier Wände, setzen Sie sich oft hartnäckig an Möbeloberflächen fest. Wer sie nicht entfernt, riskiert allergische Reaktionen. Das muss nicht sein und lässt sich ganz einfach beheben. Die Möbelstücke sollten regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Dadurch werden die Pollen und Staubpartikel in der Luft nicht zusätzlich aufgewirbelt, sondern sanft in das Tuch aufgenommen.

Bettwäsche oft wechseln

Zur Pollenflugzeit ist es auch wichtig, die Bettwäsche möglichst häufig zu wechseln. Wer kann, sollte aller 2-3 Tage (abhängig von der Stärke der Allergien und Pollenkonzentration) für neue Wäsche sorgen. Manchmal können eine kribbelnde Nase und tränende Augen aber auch ganz andere Ursachen haben: Milben. Auch die Allergie gegen Hausstaubmilben gehört in Deutschland zu den weit verbreiteten Erkrankungen. Mit Tests (gibt es auch für andere Erkrankungen und Allergien, beispielsweise als STD Test) lässt sich mittlerweile schon bequem von Zuhause aus herausfinden, ob tatsächlich nur eine Pollenallergie vorliegt oder die vielleicht eine andere allergische Ursache haben.

Kleidung immer vor dem Schlafzimmer ablegen

Um einen gehorsamen Schlaf genießen zu können, sollten die Pollen bestmöglich nicht im Bett oder Schlafzimmer landen. Deshalb ist es wichtig, die getragene Kleidung vor dem Schlafzimmer auszuziehen und wenn möglich sofort in einem geschlossenen Behältnis zu verstauen. So bleiben die unliebsamen Allergie-Trigger draußen. Während des Schlafens sollte das Fenster stets geschlossen bleiben, denn auch nachts fliegen die Pollen durch die Luft.

Am besten jeden Abend Haare waschen und duschen

Die Pollen sind oftmals so klein, dass sie gar nicht auf den ersten Blick erkannt werden. Trotzdem haften sie an Haaren und der Haut. Regelmäßiges duschen und Haare waschen am Abend ist für Allergiker ein Muss. Dadurch verbinden sich die Pollen mit dem Wasser und verwirbeln nicht zusätzlich in der Luft. Durch das Abwaschen verschwinden sie aus der Nähe von Augen und Nase und können nicht weiter für allergische Reaktionen sorgen.

Das jetzige duschen und Haare waschen (manchmal sogar mehrfach täglich) kann die Haut schnell austrocknen. Deshalb ist auch die Pflege des größten Körperorgans besonders wichtig. Eine Creme unterstützt und spendet Feuchtigkeit. Noch besser sind Pflegeprodukte mit integriertem Lichtschutzfaktor, denn gerade die Sonne im Frühling kann äußerst aggressiv auf die noch im Winterschlaf befindliche Haut wirken. Mit einem Lichtschutzfaktor in der Pflegecreme wird der hauteigene Sonnenschutz unterstützt.

Luftfilter bringt noch mehr Abhilfe

 

Wer zu Hause noch mehr pollenfreie Luft genießen möchte, kann sich auch Unterstützung durch einen Luftfilter holen. Pollen, Staub und andere in der Luft befindlichen Partikel werden mit seiner Hilfe fast rückstandslos entfernt. Die meisten Modelle verfügen auch über eine Befeuchtungsfunktion, sodass die Raumluft auf angenehme Weise weniger trocken ist. Eine höhere Luftkonzentration ist vor allem dann wohltuend, wenn viel gesprochen wird. Die Haut freut sich ebenfalls über eine mit Wasser angereicherte Luft und trocknet weniger schnell aus.

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