Sparen beim Umzug – aber wie?

Das Umziehen von einer Wohnung in die nächste Wohnung bringt immer gewisse Kosten mit sich. Damit diese einerseits besser planbar sind und andererseits nicht das Budget überstrapazieren, gilt es, einige Dinge zu beachten.

Umzugsunternehmen – ja oder nein?

Die erste Frage bezüglich der Höhe der Umzugskosten stellt sich bereits, wenn die Entscheidung getroffen wird, ob ein Umzugsunternehmen beauftragt wird oder man den Umzug selbst durchführen möchte. Die zweite Variante mag zwar auf den ersten Blick günstiger erscheinen, doch bei genauerem Hinsehen und Nachrechnen kann man zu dem Schluss kommen, dass es durchaus von Vorteil sein kann, den Umzug von Profis erledigen zu lassen. Wenn man sich entscheidet, den Umzug – mit Hilfe von FreundInnen und Familienmitgliedern – selbst abzuwickeln, muss in den meisten Fällen ein Umzugsfahrzeug gemietet werden. Die HelferInnen müssen zumindest verpflegt werden und wenn etwas während des Transports kaputt geht, muss man selbst für den Schaden aufkommen.

Umzugsunternehmen haften für Schäden bis zu einem gewissen Betrag pro Kubikmeter (mit Ausnahmen wie Wertgegenständen, lebenden Tieren und Pflanzen und dergleichen), und in den meisten Fällen wird ein Pauschalpreis angeboten, was die finanzielle Planung um ein Vielfaches erleichtert. Auch besteht die Option einer Beiladung bei kleineren Umzugsvolumen. Das bedeutet, dass der nicht benötigte Platz im Fahrzeug für andere Ladungen verwendet werden kann, was zusätzlich Kosten spart. Hier ist allerdings ein wenig zeitliche Flexibilität erforderlich, da die Beiladung terminlich mit dem Umzug abgestimmt werden muss. Allgemein gilt: Wer bei der Wahl des Zeitpunkts ein wenig Spielraum hat, sollte seinen Umzug möglichst an einem Wochentag in der Mitte des Monats durchführen. Naturgemäß finden die meisten Umzüge an Wochenenden und am Anfang bzw. Ende eines Monats statt. Somit können Umzugskosten gesenkt werden, wenn die Stoßzeiten vermieden werden können.

Das Umzugsvolumen senken

Wer sich dafür entscheidet, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen, sollte darauf achten, das Umzugsvolumen, also die Menge an Dingen, die von der alten in die neue Wohnung transportiert werden, möglichst zu reduzieren. Das Packen von Umzugskartons sollte also auch dazu dienen, ordentlich auszumisten. Was nicht mehr benötigt wird, kann – vorausgesetzt, es ist in gutem Zustand – verkauft werden, was zusätzlich indirekt die Umzugskosten senkt. Stichwort Umzugskartons: Diese können günstig gemietet werden. So spart man nicht nur Geld, sondern steht auch nach dem Auspacken nicht vor dem Problem, die Umzugskartons verstauen oder entsorgen zu müssen, man retourniert diese einfach.

Kleine Renovierungsarbeiten selbst durchführen

Vor dem Auszug aus der alten Wohnung kann man, wenn man auf diesem Gebiet nicht gänzlich unerfahren ist, sich überlegen, ob man diverse Renovierungsarbeiten wie Ausmalen, Austausch von kaputten Lampenschirmen und dergleichen nicht selbst machen kann, um hier nicht einen mitunter teuren Fachmann beauftragen zu müssen. Auch empfiehlt es sich, die Endreinigung selbst durchzuführen, und die Wohnung allgemein selbstständig in ihren Ausgangszustand zu versetzen.

Für die neue Wohnung gilt: Vor dem Einzug lohnt es sich, die Räume genau zu inspizieren, um vorab mit dem Vermieter/Verkäufer unter Umständen vorhandene Mängel zu besprechen und zu klären, wer sich um die Reparatur kümmert bzw. wer für die Kosten aufkommt.

Rechtzeitiges Kündigen

Umzugskosten können von der Steuer abgesetzt werden. Hier ist also essentiell, alle Belege, die Kosten für den Umzug nachweisen, aufzubewahren und einzureichen.

Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, sind die Kündigungsfristen von Strom, Gas, Internet, Haushaltsversicherung und dergleichen. Bei der Prüfung der diversen Verträge können diese leicht festgestellt werden. Gewisse Dienstleistungen werden nur um-, nicht abgemeldet. Hier sind ebenso Fristen einzuhalten, um zu vermeiden, dass man in der neuen Wohnung plötzlich tagelang kein funktionierendes Internet hat oder diese gar unversichert bleibt.

Eine gute Planung ist beim Umzug essentiell – diese senkt nicht nur Kosten, sondern hilft auch dabei, zusätzlichen Stress zu vermeiden. Wohnungswechsel zählen für die meisten Menschen nicht zu deren Lieblingsaktivitäten, doch mit den richtigen Tools kann die Wahrscheinlichkeit für böse Überraschungen bei den Umzugskosten signifikant reduziert und ein allgemeiner Überblick bewahrt werden.

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