Umziehen mit Küche: Darauf kommt es an

Ein Umzug steht an und es müssen reichlich Kisten gepackt werden. Kisten mit Kleidung, mit Büchern und natürlich auch solche mit anderweitigem Wohn-, Freizeit- und Kochzubehör. Schließlich steht es außer Frage, dass nicht die gesamte Wohnungseinrichtung verkauft oder in der alten Bleibe zurückgelassen werden soll. Doch während es sich für viele Menschen von selbst erklärt, dass ein Bett, bestimmte Schränke oder das Sofa mitkommen, ist das bei der Küche nicht immer eine ausgemachte Sache. Kein Wunder, denn der Umzug einer Küche will gründlich geplant werden – ist er doch mit viel organisatorischem, handwerklichem und einigem zeitlichen Aufwand verbunden.

Lohnt es sich, mit einer bereits vorhandenen Küche umzuziehen?

Eine gute und berechtigte Frage, die eine differenzierte Betrachtung verdient. Prinzipiell lässt sie sich selbstverständlich auch im Hinblick auf andere Möbel stellen. Immerhin können diese bei Bedarf ebenfalls im Fachhandel vor Ort oder in einem Möbel Onlineshop nachgekauft werden. Allerdings sind bei Küchenmöbeln noch einige zusätzliche Punkte zu beachten:

  • Passen die einzelnen Module der Küche überhaupt in die neuen Räume? Also lassen sie sich bei Bedarf so neu umsortieren, dass ein harmonisches Bild entsteht?

  • Ist durch diese Neuanordnung eine gleichermaßen komfortable wie sichere Nutzung aller Geräte möglich – Stichwort Kompatibilität vom Aufbauplan der Geräte und der tatsächlichen Position der Anschlüsse im neuen Küchenraum?

  • Ist man bereit, bei Bedarf bestimmte Teile zu ersetzen, die sich in der neuen Küche nicht mehr installieren lassen? Und ist es vielleicht zusätzlich sinnvoll, sich von alten, aber noch intakten Geräten zu trennen, weil sie beispielsweise nicht mehr die energieeffizientesten sind?

Sicherlich handelt es sich bei den gerade genannten Punkten um einige der wichtigsten, wenn es um den Umzug mit einer bereits vorhandenen Küche geht. Dennoch stellen sich im Laufe der Zeit mit Sicherheit noch einige weitere. Dazu könnte unter anderem das Zeitmanagement für die Lieferzeiten neuer Küchenbestandteile gehören. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig darüber nachzudenken, ob die Küche mit umziehen soll oder nicht. Dadurch erfolgen alle weiteren Handlungen potenziell mit mehr Überlegung und Geschick.

Was, wenn sich das Mitnehmen der Küche nicht anbietet?

Die Gründe, warum sich ein Umzug mit Küche nicht lohnt, sind vielfältig. Vielleicht ist die Küche bereits zu alt und/oder zu beschädigt, um den Umzug zu überstehen? Eventuell sind die Kosten für den Abbau und Transport durch ein Profi-Team höher als der Wert der Küche? Gegebenenfalls passt sie auch einfach nicht in die neuen Räumlichkeiten? Oder man möchte sich sowieso verändern und ein Nachmieter / Hauskäufer ist bereit, einen fairen Preis für sie zu zahlen und sie kann in den alten Räumlichkeiten bleiben?

Dann ist es durchaus eine Überlegung wert, auf ihre Mitnahme zu verzichten und die eigenen Umzugskosten durch die Mitnahme der Küche nicht noch zusätzlich in die Höhe zu treiben. Schließlich ist für die Küche dann kein zusätzlicher Zeit- und Arbeitsaufwand nötig. Und nicht zuletzt hat die Übergabe einer Küche den Vorteil, dass keine fachgerechte Entsorgung notwendig wird. Man sollte nur darauf achten, dass ein geeigneter Kaufvertrag ausgestellt und unterschrieben wird, eine Anzahlung übergeben wird und es auch bei den vereinbarten Kaufvertrag-Details bleibt.

Was, wenn sich der Umzug mit Küche rechnet?

Wenngleich eine Küche nicht unbedingt zu den Möbeln zählt, die bei einem Wohnortwechsel definitiv mit im Gepäck landen, kann sich ihre Mitnahme in bestimmten Fällen durchaus lohnen. Dies ist meistens dann der Fall, wenn es sich bei ihr um ein sehr flexibel einsetzbares Modulsystem handelt und die Mitnahme schon auf der Wohnungs- oder Haussuche eingeplant wurde. Denn wer bereits bei der Auswahl oder beim Bau seiner neuen vier Wände darauf achtet, dass sich die alten Küchenmöbel und -geräte (wieder) geschickt stellen lassen, hat es logischerweise leichter.

Was wiederum nicht bedeutet, dass der Küchenabbau und – wiederneuaufbau deswegen im Handumdrehen erledigt sei. Auch hierbei sind genug Zeit und Aufmerksamkeit von großer Bedeutung, weshalb sich unter Umständen einige Tage Sonderurlaub beim Umzug anbieten. Ob man die Küche in dieser Zeit selbst abbaut und transportiert oder diese Aufgabe Fachkräften überlässt, hängt vom jeweiligen Können des entsprechenden Teams ab. Allerdings empfiehlt es sich nicht, an einer falschen Stelle zu sparen, da beispielsweise die Kosten bei Pannen wie einem Wasserschaden oder dem nicht sachgemäßen Herd-Anschließen bedeutend sein können.

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