Wichtige finanzielle Aspekte rund um den Umzug

Ein Umzug ist selten eines: Nicht stressig oder zehrend. Doch auch finanzielle Aspekte sind zu beachten, sei es, weil in der alten Wohnung Renovierungsarbeiten vorgenommen werden, oder auch, weil die neue Wohnung noch hergerichtet werden muss. Zugleich kommen die eigentlichen Kosten des Umzugs hinzu. Aber auf was muss alles geachtet werden? Dieser Artikel verrät es.

Wie ist ein Umzug steuerlich zu beachten?

Ein Umzug kann steuerlich geltend gemacht werden. Maßgeblich ist die Umzugskostenpauschale, sofern diese anfällt:

  • Wer ist berechtigt? – die Umzugskostenpauschale ist nur gültig, wenn der Umzug berufsbedingt ist. Ein einfacher Umzug innerhalb einer Stadt zählt also nicht dazu. Ein Umzug »hinter dem Berufsort her« hingegen schon.

  • Die Höhe – rund zwanzig Prozent der Handwerkerkosten und Transportkosten können geltend gemacht werden. Der maximale Betrag ist auf 4.000 Euro begrenzt, Materialkosten zählen grundsätzlich nicht dazu. Für diese haushaltsnahen Dienstleistungen sind Rechnungen vorzulegen.

  • Außergewöhnliche Belastung – auch sie kann geltend gemacht werden. Allerdings sind Nachweise wie ärztliche Atteste beizubringen. Eine außerordentliche Belastung kann beispielsweise vorliegen, wenn der Umziehende nachweislich Angststörungen in seiner bisherigen Bleibe entwickelt.

  • Betriebsausgaben – Selbstständigen stehen Betriebsausgaben offen, die auch einen Umzug beinhalten können. Auch hier ist zu belegen, dass der Umzug betriebsbedingt stattfindet. Als Gründe gelten die bessere Nähe zum Kunden, aber auch der Umzug in ein größeres Gebäude.

Jeder Umzug kann also nicht von der Steuer abgesetzt werden. Die Umzugskostenpauschale greift nur bei berufsbedingten Umzügen.

Welche Kosten bringt ein Umzug mit sich?

Jeder Umzug teilt sich in drei Kostenbereiche auf:

  • Transportkosten – hierzu zählen Mietwagen, Transporter, Umzugsunternehmen. Also alle Kosten, die maßgeblich mit dem Transport von Gegenständen und Kisten zwischen dem bisherigen und dem neuen Wohnort zusammenhängen.

  • Materialkosten – hierzu zählen auch die Handwerkskosten, die für die Renovierung der alten oder neuen Wohnung anfallen. Zudem fallen in diesem Bereich Kosten für Kartons, Verpackungen und den sonstigen Bedarf rund um einen Umzug.

  • Fremdkosten – mitunter fallen Gebühren für Ummeldungen bei Vertragspartnern an. Auch der Nachsendeauftrag bei der Post kann in diesem Bereich mit aufgezählt werden.

Wie hoch die Kosten tatsächlich sind, hängt von der eigenen Leistungsfähigkeit und der Mitarbeit ab. Größere Umzüge über größere Entfernungen werden meist von Umzugsunternehmen durchgeführt. Hier ist es sinnvoll, Kostenvoranschläge einzuholen und genau hinzuschauen. Ist die Entfernung geringer und ausreichend Zeit vorhanden, können etliche Kisten und Möbel auch eigenständig transportiert werden. Mitunter werden die Kosten für einen Transporter fällig, wenn kein geeignetes Auto vorhanden ist.

Die Materialkosten lassen sich unter Umständen senken. Umzugskartons können teils in Supermärkten kostenlos abgeholt werden, wenn es nicht stört, dass die Bettwäsche in Bananenkartons transportiert wird. Ob ein Nachsendeauftrag bei der Post notwendig ist, hängt vom eigenen Ermessen ab. Meistens muss die alte Wohnung jedoch noch renoviert werden: Wer hier selbst Hand anlegen kann, muss nur noch die Materialkosten für die Farbe aufbringen.

Es ist also durchaus möglich, Umzugskosten auf einem geringen Niveau zu halten. Allerdings bedeutet dies ein hohes Maß an eigener Leistung, was zeitlich nicht jedem möglich ist. Hochwertige Möbel sollten stets von Umzugsunternehmen transportiert werden, da diese versichert sind und somit für Schäden an den Stücken aufkommen. Mindestens fällt allerdings die Mietgebühr für einen Transporter an, wenn dieser nicht im Freundeskreis vorhanden ist. Kartons lassen sich schlichtweg besser in einem geeigneten Fahrzeug transportieren. Und: Jeder Karton, den das Umzugsunternehmen nicht transportieren muss, spart Geld.

Fazit – ein Umzug geht mit Kosten einher

 

Wenngleich in der heutigen Zeit viele Menschen umziehen, um Kosten zu sparen, verursacht der Umzug an sich wiederum Ausgaben. Umzugsunternehmen und Materialien müssen auch erst einmal bezahlt werden, mitunter nehmen Vertragspartner Umschreibegebühren, wenn die Adresse verändert wird. Auch ein Nachsendeauftrag über drei Monate ist sinnvoll, da im Regelfall ein Teil der Vertragspartner vergessen wird.

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