Mit heimischen Hecken und Sträuchern die Artenvielfalt von Vögeln und Insekten erhalten

Sträucher und Hecken sind nicht nur dekorativ, sie bieten zudem heimischen Vögeln einen optimalen Nistplatz und die Beeren und Blüten sorgen dafür, dass die Artenvielfalt von Vögeln und Insekten erhalten bleibt. Gartenbesitzer können durch die Anpflanzung von Hecken und Sträuchern ihren Beitrag zum Umweltschutz und zur Erhaltung vieler Tierarten beitragen. Bei den Sträuchern handelt es sich um Vogelnährgehölze, die nicht nur Vögeln Nahrung und einen Nistplatz bieten, sondern auch Insekten.

Kirschlorbeer für den heimischen Garten nutzen?

Kirschlorbeer erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, insbesondere weil er sehr schnell wächst, günstig, wetterresistent und pflegeleicht ist. Kirschlorbeer ist im heimischen Garten ein optimaler Sichtschutz. Allerdings ist Kirschlorbeer äußerst giftig. Das heimtückische daran ist, dass das Fruchtfleisch süß schmeckt. Giftig sind die Samen und Blätter. Für Kinder und Haustiere ist der Kirschlorbeer eine unterschätzte Gefahr. Zudem bietet ein Kirschlorbeer Vögeln maximal kurzfristig Unterschlupf, zum Nisten eignet er sich nicht. Er bietet Insekten keine Nahrung und wuchert in unseren Wäldern, wenn Heckenreste dort abgeladen werden und nimmt heimischen Pflanzen, die die Insekten und Vögel nähren, den Lebensraum. Die Pflanze stammt ursprünglich aus der Türkei und wurde dort erstmals als Zierpflanze eingesetzt. In Deutschland erfüllt sie lediglich einen dekorativen Nutzen.

Eignen sich eine Ligusterhecke für den Artenschutz?

Die Ligusterhecke ist wie der Kirschlorbeer relativ anspruchslos und bietet Vögeln und Insekten Nahrung. Insbesondere bei Bienen und Schmetterlingen ist die Ligusterhecke aufgrund ihrer gelb-weißen Blüten beliebt. Die Ligusterhecke kann auch im städtischen Raum angepflanzt werden. Im Winter verliert die Ligusterhecke zwar ihr Laub, treibt im Frühjahr jedoch schnell wieder aus. Wenn der Winter mild ist, behält die Ligusterhecke ihr Laub, was sie als Sichtschutz besonders attraktiv macht. Liguster sollte im Oktober mit einem Pflanzabstand von 40-60 Zentimetern gepflanzt werden, wenn es sich um eine Ligusterhecke handelt, die etwa ein Meter hoch wird. Bei höheren Pflanzen sollte ein Pflanzabstand von 90 Zentimetern eingehalten werden.

Für Abwechslung sorgen

Um dafür zu sorgen, dass möglichst viele heimische Vögel und Insekten von den Hecken und Sträuchern im Garten profitieren, sollte für Abwechslung gesorgt werden. Eine Hecke, die als Sichtschutz gepflanzt wird, sollte idealerweise aus mehreren Sträuchern bestehen. Je bunter die Auswahl an Sträuchern ist, umso mehr Tierarten profitieren davon. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass in möglichst vielen Monaten des Jahres Nahrung bereitsteht. Blühende Hecken nähren im Frühjahr die Insekten, von Beeren und Früchten können Vögel bis in den Winter hinein profitieren. Zudem ernähren sich viele Vögel von Insekten. Bei der Auswahl der Sträucher sollte nicht nur auf die Nahrungsvielfalt für heimische Tiere gedacht werden, sondern es sollte auch beachtet werden, wo die Hecke stehen soll. Die unterschiedlichen Licht- und Bodenverhältnisse sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden. Zudem können in der Hecke Beerensträucher und Stauden gepflanzt werden, die zusätzliche Nahrung für Vögel und Insekten bieten.

Heckenpflanzen für den Artenschutz auswählen

Es gibt viele verschiedene heimische Pflanzen, die für den Erhalt der Arten geeignet sind. Dazu gehört beispielsweise das europäische Pfaffenhütchen. Dieser Spindelstrauch liebt Sonnenplätze und hat rote Kapselfrüchte, die sich ab dem Spätsommer öffnen und bei vielen Vogelarten beliebt sind. Der gemeine Schneeball trägt seine Früchte im Herbst, während der schwarze Holunder bereits ab August reife Früchte trägt. Ebenfalls im Herbst können Vögel von den Schlehenfrüchten profitieren, beim eingriffeligen Weißdorn bilden sich die Früchte ab September. Die Kornelkirsche ist wichtig für Bienen, ab dem Spätsommer profitieren die Vögel von den Früchten. Die Berberitze trägt ab August lange Beeren, die Felsenbirne verfügt ab Juli über reife Früchte. Bei der Auswahl der passenden Hecke sollte jedoch darauf geachtet werden, welche Ansprüche an die Böden gestellt werden und ab die Hecke sonnig, schattig oder im Halbschatten stehen sollte.

Heimische Hecken und Sträucher bieten vielen verschiedenen Vogel- und Insektenarten nicht nur einen Unterschlupf, sondern auch Nahrung. Um eine Vielzahl von heimischen Arten erreichen zu können, sollte eine Hecke aus mehreren Sträuchern bestehen, die nach Möglichkeit zu unterschiedlichen Zeiten blühen und Früchte tragen. So kann sichergestellt werden, dass Vögel bis in den Winter hinein Nahrung vorfinden.    

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